Die Mieten sinken.
Das liest man gerade immer wieder.
Und ja:
In einzelnen Auswertungen stimmt das sogar.
Aber Vorsicht.
Ein leichter Rückgang bei Angebotsmieten heißt nicht, dass der Berliner Mietmarkt plötzlich entspannt ist.
Das ist ein bisschen so, als würde man sagen:
Der Stau ist besser geworden, weil man jetzt nur noch 38 statt 42 Minuten steht.
Das Problem bleibt.
In Berlin ist die Nachfrage nach Mietwohnungen weiterhin extrem hoch.
Viele Menschen suchen.
Viele finden nichts Passendes.
Und bezahlbare Wohnungen sind weiter Mangelware.
Was kann also hinter sinkenden Angebotsmieten stecken?
Zum Beispiel:
mehr Zurückhaltung bei sehr teuren Angeboten,
weniger Zahlungsbereitschaft im oberen Segment,
mehr Regulierung,
oder schlicht die Tatsache, dass manche Fantasiepreise nicht mehr funktionieren.
Das ist noch keine Trendwende.
Es ist eher ein Zeichen:
Der Markt hat Grenzen.
Mieter können nicht unbegrenzt mehr zahlen.
Für Wohnungssuchende ist das trotzdem nur ein kleiner Trost.
Denn entscheidend ist nicht der Durchschnittswert in einer Statistik.
Entscheidend ist:
Finde ich eine Wohnung, die ich bezahlen kann?
Und genau da bleibt Berlin schwierig.
Mein Fazit:
Ja, einzelne Mieten können sinken.
Nein, der Mietmarkt ist deshalb nicht gesund.
Der Druck bleibt.
Nur die Übertreibung wird an manchen Stellen etwas korrigiert.
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