Was ist eigentlich dieses Mietenkataster, über das gerade alle sprechen?

Ganz einfach gesagt: Berlin will ein zentrales digitales Register schaffen, in dem Mietdaten von Wohnungen erfasst werden.

Also: Welche Wohnung? Welche Größe? Welche Lage? Welche Miete?

Die Idee dahinter ist Transparenz.

Mieter sollen besser erkennen können, ob ihre Miete möglicherweise zu hoch ist. Und Mietsuchende sollen ein klareres Gefühl dafür bekommen, was in einer bestimmten Lage realistisch ist.

Das klingt erstmal sinnvoll.

Denn heute ist der Berliner Mietmarkt für viele Menschen ziemlich undurchsichtig. Man sieht eine Wohnung, sieht eine Miete — und fragt sich: Ist das jetzt normal? Oder ist das schon überzogen?

Ein Mietenkataster kann dabei helfen, diese Frage besser zu beantworten.

Aber: Es baut keine einzige neue Wohnung.

Und genau da liegt der entscheidende Punkt.

Mehr Transparenz kann Missbrauch erschweren. Mehr Transparenz kann Mietern helfen. Mehr Transparenz kann politischen Druck erzeugen.

Aber wenn zu wenig Wohnungen da sind, bleibt der Markt angespannt.

Mein Fazit: Für Mieter kann das Mietenkataster ein hilfreiches Werkzeug werden. Für Mietsuchende vielleicht auch.

Aber es löst nicht das Grundproblem.

Berlin braucht mehr Wohnungen. Und wir brauchen keine Mieten-Stasi, sondern endlich mehr Wohnraum den die Menschen auch bezahlen können.

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