Viele fragen gerade:
Wenn die Zinsen wieder steigen — fallen dann die Immobilienpreise?

Die kurze Antwort lautet:
Nicht automatisch.

Seit dem Iran-Krieg sind die Kapitalmärkte nervöser geworden.
Ölpreise, Inflationserwartungen, Anleiherenditen — all das wirkt sich auch auf Bauzinsen aus.

Und höhere Bauzinsen bedeuten:
Käufer können sich weniger leisten.

Bei gleicher Monatsrate bekommt man weniger Kredit.
Oder man muss mehr Eigenkapital mitbringen.

Das drückt natürlich auf die Nachfrage.

Aber daraus folgt nicht, dass jede Immobilie sofort günstiger wird.

Warum?

Weil gute Immobilien knapp bleiben.
Weil viele Verkäufer nicht verkaufen müssen.
Und weil Berlin weiterhin ein Markt mit strukturellem Angebotsmangel ist.

Was wir eher sehen:
Der Markt wird selektiver.

Zu teuer eingepreiste Objekte bekommen Probleme.
Durchschnittliche Lagen werden stärker verhandelt.
Sanierungsfälle werden kritischer geprüft.
Aber gute Lagen, gute Substanz und realistische Preise bleiben gefragt.

Der Zinsanstieg ist also kein Preissturz-Automat.

Er ist ein Realitätstest.

Für Käufer heißt das:
Finanzierung sauber prüfen, nicht nur auf den Kaufpreis schauen.

Für Verkäufer heißt das:
Nicht mehr mit 2021er-Preisen träumen.

Denn der Käufermarkt rechnet wieder.

Und zwar sehr genau.

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