Sozialdramen mit großer Wirklichkeitsnähe holen sich die Bären

child´s pose
17. Februar 2013

Erstmals hat ein rumänischer Film den begehrten goldenen Bär für den besten Film erhalten, schreibt Michaela Wagner von der Berlinale 2013. Calin Peter Netzers Sozialdrama „Child´s Pose“ handelt von einer fanatischen neureichen Mutter, die jedes Mittel in Bewegung setzt, um ihren Sohn vor dem Gefängnis zu bewahren, obwohl dieser ein Kind totgefahren hat.

Danis Tanovics „An Episode in the Life of an Iron Picker“ erhielt sogar zwei Preise: den großen Preis der Jury und den silbernen Bären für den besten Darsteller. Der Roma Nazif Mujic spielt in dem Film sich selbst und eine tragische Episode aus seinem Leben. Den Bären für die beste Darstellerin gewann die chilenische Schauspielerin  Paulina Garcia, die in dem Film „Gloria“ Publikum und Kritiker gleichermaßen begeisterte.

Der Alfred Bauer Preis, der für die Eröffnung einer neuen filmischen Perspektive vergeben wird, ging an den kanadischen Wettbewerbsbeitrag „Vic + Flo saw a Bear“ von Denis Coté.

Der Amerikaner David Gordon erhielt für „Prince Avalanche“ den Regiepreis.

Der silberne Bär für das beste Drehbuch erhielt Jafar Panahis „Closed Curtain“. Der iranische Regisseur hat Berufs- und Ausreiseverbot, daher nahm der Co-Autor Kamboziya Partovi den Preis entgegen. Der Kameramann Aziz Zhambakiyev erhielt den silbernen Bären für seine herausragende Leistung in dem kasachischen Film „Harmony Lessons“.

Lobende Erwähnungen erhielten Pia Marais für ihre Darstellung in „Layla Fourie“ sowie der Amerikaner Gus van Sant für „Promised Land“. Der deutsche Wettbewerbsbeitrag „Gold“ von Thomas Arslan ging leer aus.

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